Ein lebendiger Glaube und eine starke Gemeinschaft – das stellten die Ministrantinnen und Ministranten aus Reutern am vergangenen Sonntag unter Beweis. Unter dem Motto „Wie folgen wir Jesus nach?“ gestalteten sie einen inspirierenden Gottesdienst in der Pfarrkirche, dem ein gut besuchtes geselliges Beisammensein im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) folgte.
Den Ruf Jesu im Alltag hören
Bereits beim Einzug der zahlreichen Ministranten wurde deutlich, dass die Jugend in der Pfarrei eine tragende Rolle spielt. Pastoralpraktikant Markus Prestel griff in seiner Statio die Geschichte der ersten Jünger am See von Galiläa auf. Er verdeutlichte, dass die Nachfolge Jesu heute nicht bedeutet, den Beruf aufzugeben, sondern im Alltag – beim Lernen, Spielen oder Arbeiten – „Menschenfischer“ zu sein, die andere mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft auffangen.
Diese Thematik wurde durch die Ministranten und Pastoralpädagogin Silvia Lenger optisch und inhaltlich vertieft: Ein großes blaues Tuch im Altarraum symbolisierte den See, auf dem Antworten der Gemeinde gesammelt wurden. „Anderen helfen, anstatt sie auszulachen“ oder „Achtsam sein mit der Natur“ waren nur einige der praktischen Beispiele für moderne Nachfolge, die anstelle der Predigt präsentiert wurden. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst feierlich von Irene Högl an der Orgel.
Gemeinschaft im Dorfgemeinschaftshaus
Nach dem Segen folgte der weltliche Teil des Tages. Die Ministranten hatten mit viel Herzblut ein Weißwurstfrühstück im DGH vorbereitet. Die Resonanz war überwältigend: Rund 75 Gäste folgten der Einladung.
Die jungen Gastgeber bewirteten die Besucher nicht nur mit Weißwürsten und Kaltgetränken, sondern sorgten im Anschluss auch für Kaffee und eine reichhaltige Kuchentafel. „Es ist schön zu sehen, mit wie viel Freude unsere Minis dabei sind – sowohl am Altar als auch beim Anpacken im Dorfleben“, resümierten die Verantwortlichen der Pfarrei erfreut.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und zeigte einmal mehr, dass die Kirche in Reutern ein Ort der Begegnung für alle Generationen ist.


