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Reu Pfarrkirche außen

St. Valentin in Reutern

Die Pfarrei Reutern gehört zum Pfarrverband Bad Griesbach im Dekanat Pocking der Diözese Passau. Es ist die einzige Pfarrkirche der Diözese Passau mit dem Patrozinium Heiliger Valentin, dem ersten Patrons des Bistums.

Allgemeines zur Pfarrei Reutern

Zum Gebiet der Pfarr­ge­mein­de gehö­ren heu­te 580 Katho­li­ken. Die Grün­dung der Pfar­rei liegt 1000 Jah­re zurück. Zwi­schen 1094 und 1097 wur­de der Ort erst­mals erwähnt. Eine bischöf­li­che Pfar­rei wur­de der Ort ca. im 12. Jahr­hun­dert, das heißt ca. 1170 wur­de ein Ple­ban erst­mals genannt. Bei der Pfarr­kir­che han­delt es sich um eine früh­mit­tel­al­ter­li­che bischöf­li­che Kir­che. Etwa 250 Meter von der Kir­che ent­fernt wur­de 1898 auf einer nörd­li­chen Erhe­bung der Fried­hof errich­tet und 1965 erwei­tert. Ver­schie­de­ne Grup­pen bie­ten viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten, sich am Leben der Pfarr­ge­mein­de zu betei­li­gen. Ein zen­tra­ler Treff­punkt nicht nur des Pfarr‑, son­dern des gesam­ten Dorf­le­bens ist das in den Jah­ren 2019/20 erbau­te Dorf­ge­mein­schafts­haus, das den alten Pfarr­saal ersetzt und unmit­tel­bar neben der Kir­che liegt.

Vereine - Verbände - Gruppierungen

  • KAB Reu­tern seit 1966 — 42 Mit­glie­der, Stand: 2016. Hier öff­net sich der Veranstaltungskalender:
  • Minis­tran­ten — 30 Mit­glie­der, Stand: 2017.
  • Sing­kreis Reu­tern — 20 Mit­glie­der, Stand: 2017.
  • Kin­der­chor seit 2003 — 14 Mit­glie­der, Stand: 2017.
  • Kin­der­grup­pe — 17 Mit­glie­der, Stand: 2017.
  • Jugend­grup­pe — 20 Mit­glie­der, Stand: 2017.
  • Senio­ren­club seit 1986 — 30 Mit­glie­der, Stand: 2017.
  • KDFB Reu­tern von 1967 bis 2011, zur Zeit ruht die Vereinsarbeit

Pfarrkirche Hl. Valentin

Reu Pfarrkirche innen

Die Kir­che von Reu­tern ist Stein gewor­de­nes Zeug­nis für die lan­ge Geschich­te der Pfar­rei: Ver­schie­de­ne Bau-Epo­chen haben an ihr mar­kan­te Spu­ren hin­ter­las­sen und ihr das heu­ti­ge Aus­se­hen gege­ben. Der Turm der Kir­che ist das ältes­te ganz erhal­te­ne Gebäu­de im Raum Bad Gries­bach. Mit sei­nem Sat­tel­dach im roma­nisch — früh­go­ti­schen Über­gangs­stil wur­de er um 1250 erbaut. Der Chor von Reu­tern ist ein typi­sches Werk spät­go­ti­scher Kir­chen­bau­kunst der Pas­sau­er Bau­schu­le um 1450/60. Nicht zuletzt die Gewöl­be­fi­gu­ra­ti­on des Sechs­rau­ten­sterns”, die Tel­ler­stei­ne an allen Gewöl­be­kreu­zun­gen, die Rund­sta­b­ein­fas­sung der inne­ren Wand­pfei­ler und die rei­che Glie­de­rung des obe­ren Teils der Chor­bö­gen sind deut­li­che Kenn­zei­chen die­ser Pas­sau­er” Kir­chen. Eine Figur des Kir­chen­pa­trons St. Valen­tin ist um 1490 geschaf­fen wor­den. Das Kir­chen­schiff ist ein ganz ein­zig­ar­ti­ger Bau der Kri­sen­zeit am Ende des Mit­tel­al­ters. Es dürf­te nach 1500 ent­stan­den sein. Ganz sin­gu­lär sind alle Spitz­bö­gen des Gewöl­bes nicht rund aus den Gera­den ent­wi­ckelt, son­dern begin­nen abrupt mit einem Win­kel. Wei­te­re Details hin­ter­las­sen ins­ge­samt einen sper­ri­gen” Gesamt­ein­druck. Ein mit Reu­tern iden­ti­sches Gewöl­be fin­det sich im Chor von Kirch­dorf am Inn des Meis­ters Hans Wech­sel­ber­ger, von dem u.a. auch Rott­hal­müns­ter (1478÷81), Ering, Münch­ham (1491) und Pocking (1491) aus­ge­führt wur­den. Der Bau­meis­ter von Reu­tern muss also eine beson­de­re Nähe zu Wech­sel­ber­ger haben. Der Unter­schied zwi­schen den ele­gan­ten Bau­ten des Meis­ters und der sper­ri­gen Auf­fas­sung in Reu­tern deu­tet auf einen Schü­ler hin. Hoch­al­tar und Kan­zel der Reu­ter­ner Kir­che ent­stam­men dem Barock und Rok­ko­ko des 17./18. Jahrund­er­ts. 1900 erfolg­te der Sakris­tei­an­bau. 200 Sitz­plät­ze befin­den sich in der Kir­che. Nach gelun­ge­ner Außen­re­no­vie­rung in den Jah­ren 2002 bis 2003 ist die Pfarr­kir­che St. Valen­tin ein Schmuck­stück in der Mit­te des Ortes. 

Kapellen im Pfarrgebiet

die Bil­der oben zei­gen in die­ser Rei­hen­fol­ge fol­gen­de Kapellen:

  • Die Wies­ka­pel­le Hei­ligs­te Drei­fal­tig­keit” in Reu­tern 18. Die Stuck-Aus­stat­tung wur­de um 1750 von Johann Bap­tist Mod­ler geschaffen.
  • Adl­mör­ting (ohne Bild)
  • Zachs­dorf (ohne Bild)
  • Dobl (ohne Bild)
  • Neukl, 1864 erbaut an Stel­le einer älte­ren Kapel­le und 2009 – 2010 reno­viert. (ohne Bild)