Wer in den Tagen zwischen Gründonnerstag und der Osternacht im Pfarrverband Bad Griesbach unterwegs war, konnte es kaum überhören: Das charakteristische hölzerne Knattern der Ratschen erfüllte die Straßen. Da die Kirchenglocken traditionell schwiegen, übernahmen die Ministrantinnen und Ministranten den Dienst und erinnerten die Gläubigen lautstark an die Gebetszeiten und Liturgien.
Ein Brauchtum mit Herz und Ausdauer
Von Gründonnerstag bis Karsamstag zogen die jungen Helfer unermüdlich von Haus zu Haus, um die alte Tradition des Ratschens fortzuführen. Pastoralpädagogin Silvia Lenger zeigt sich sichtlich beeindruckt von dem Engagement der Kinder und Jugendlichen: „Es ist eine große Freude zu sehen, mit wie viel Eifer und Selbstverständlichkeit unsere Minis dieses Brauchtum weiter tragen und so den Glauben im Alltag sichtbar und hörbar machen.“
Dank an die Organisatoren im Hintergrund
Ein solches Projekt im gesamten Pfarrverband erfordert eine präzise Planung. Ein besonderer Dank gilt daher den Verantwortlichen und den Oberministranten in den einzelnen Pfarreien. Sie haben im Hintergrund die Routen koordiniert, die Gruppen eingeteilt und die Minis organisatorisch unterstützt, sodass die Aktion reibungslos ablaufen konnte.
Herzliche Aufnahme und starke Gemeinschaft
Die Mühen wurden belohnt: Die Ministranten wurden überall im Pfarrverband mit großer Herzlichkeit empfangen. Dank der großzügigen Spenden der Bevölkerung sind die Ministrantenkassen nun wieder gefüllt.
Das gesammelte Geld kommt direkt der Gemeinschaft zugute: In den kommenden Monaten sind wieder verschiedene Ausflüge und Aktivitäten geplant. Diese gemeinsamen Erlebnisse sind ein wichtiger Baustein, um den Teamgeist zu festigen und den Zusammenhalt innerhalb der Ministrantenschar über den Altardienst hinaus zu stärken.
Der Pfarrverband bedankt sich herzlich bei allen „Ratschern“ für ihren Einsatz sowie bei der gesamten Bevölkerung für die freundliche Aufnahme und die Unterstützung der Jugendarbeit.



