Ministranten

Ministrantinnen und Ministranten auf Entdeckungstour: Von Giganten der Lüfte zur Münchner Altstadt

Silvia Lenger am 11.08.2026

Faszination Flughafen hautnah: Nach einer spannenden Tour über das Vorfeld des Münchner Airports und dem Kennenlernen zahlreicher Details rund um den Flugbetrieb, von der Größe des A380 bis zur Arbeit der Flughafenfeuerwehr, stärkten sich die Ministrantinnen und Ministranten aus dem Pastoralen Raum Pocking im Besucherpark für den weiteren Tag.

Pocking. Ein rund­um gelun­ge­ner Tag vol­ler span­nen­der Ein­drü­cke, Gemein­schaft und neu­er Freund­schaf­ten: Dazu kamen kürz­lich Kin­der und Jugend­li­che aus dem Pas­to­ra­len Raum Pocking zusam­men. Ein­ge­la­den waren alle Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten – gefolgt waren dem Auf­ruf zahl­rei­che Minis aus den Pfarr­ver­bän­den Bad Füs­sing, Bad Gries­bach, Rott­hal­müns­ter und Pocking.

Früh mor­gens star­te­te der Bus von Bad Gries­bach und Pocking aus mit Ziel Lan­des­haupt­stadt. Ers­te Sta­ti­on des erleb­nis­rei­chen Tages war der Flug­ha­fen Mün­chen. Nach einer kur­zen Pau­se im Besu­cher­park, in der der dor­ti­ge Spiel­platz aus­gie­big getes­tet wur­de, war­te­te bereits das ers­te High­light: Der Gang durch die Sicher­heits­kon­trol­le, der bei eini­gen Teil­neh­mern für spür­ba­re Knis­ter­stim­mung und Auf­re­gung sorgte.

Fas­zi­nie­ren­de Ein­bli­cke hin­ter die Kulis­sen des Airports

Anschlie­ßend ging es mit dem Flug­ha­fen­bus direkt auf das Roll­feld. Der ver­sier­te Flug­ha­fen­füh­rer Phil­ipp nahm die Grup­pe mit auf eine ein­drucks­vol­le Tour über das gesam­te Are­al und glänz­te mit erstaun­li­chen Fak­ten. Die Minis erfuh­ren unter ande­rem, wer Eigen­tü­mer des Flug­ha­fens ist – näm­lich zu 51 % der Frei­staat Bay­ern, zu 23 % die Stadt Mün­chen und der Rest die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land – und dass auf dem Gelän­de rund 36.000 Men­schen arbei­ten. Auch über die dort sta­tio­nier­te Hub­schrau­ber­staf­fel der baye­ri­schen Poli­zei und die werks­ei­ge­ne Tur­bi­nen­test­hal­le gab es Auf­schluss­rei­ches zu hören.

Beson­ders staun­ten die Jugend­li­chen über die Zah­len rund um den Air­bus A380: Das Gigant-Flug­zeug rollt auf 22 Rei­fen, die nach rund 50 Lan­dun­gen gewech­selt wer­den müs­sen. Eine ein­zi­ge Ent­ei­sung des Rie­sen kos­tet sat­te 12.000 Euro. Nach der Coro­na-Pau­se wur­den in Mün­chen wie­der acht die­ser Maschi­nen reak­ti­viert; sie­ben davon bedie­nen Zie­le in Nord­ame­ri­ka, eine fliegt nach Delhi.

Phil­ipp hat­te auf jede Fra­ge eine pas­sen­de Ant­wort: Vom Nacht­flug­ver­bot, das das Fracht­auf­kom­men regu­liert, über die Nut­zungs­dau­er von Flug­zeu­gen (ca. 30 Jah­re für Pas­sa­gie­re, danach oft noch 30 – 40 Jah­re als Frach­ter) bis hin zur Min­dest­mas­se für Flug­zeu­ge am Air­port (2 Ton­nen). Für Stau­nen sorg­ten auch Rand­no­ti­zen wie die Tat­sa­che, dass der klei­ne Staat San Mari­no die größ­te Pri­vat­jet­flot­te besitzt, obwohl er gar kei­nen eige­nen Flug­ha­fen hat oder dass die Flug­ha­fen­feu­er­wehr im Schnitt zu 12 Alar­men pro Tag ausrückt.

Ral­lye durch das Herz der Landeshauptstadt

Nach dem auf­re­gen­den Vor­mit­tag steu­er­te die Grup­pe die Münch­ner Innen­stadt an. Nach etwas Zeit zur frei­en Ver­fü­gung für klei­ne Ein­käu­fe und eine Stär­kung ging es ab dem Spiel­zeug­mu­se­um in sie­ben gemisch­ten Grup­pen zur gro­ßen Stadtrallye.

Mit kniff­li­gen Fra­gen und abwechs­lungs­rei­chen Auf­ga­ben aus­ge­rüs­tet, erkun­de­ten die Minis die Alt­stadt. So führ­ten die Wege sie unter ande­rem zum Mari­en­platz, in die Resi­denz, an den Vik­tua­li­en­markt, zur Frau­en­kir­che und für vie­le zum ers­ten Mal in das berühm­te Hofbräuhaus.

Gemein­schaft gestärkt

Am Ende des Tages waren sich alle einig, dass der Aus­flug Mün­chen von sei­nen ver­schie­dens­ten Facet­ten gezeigt hat. Trotz der hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren zeig­te sich Pas­to­ral­päd­ago­gin Sil­via Len­ger begeis­tert vom Enga­ge­ment der Kin­der und Jugend­li­chen: Die Minis sei­en mit enor­mer Freu­de dabei gewe­sen, wodurch pfar­rei­über­grei­fend vie­le neue Kon­tak­te geknüpft und ers­te Freund­schaf­ten geschlos­sen wer­den konn­ten. Ein rund­um gelun­ge­ner Tag, der noch lan­ge in Erin­ne­rung blei­ben dürfte.

Startbereit für das Abenteuer Altstadt: Vor der Kulisse des Münchner Rathauses am Marienplatz sammelte sich die Gruppe der Ministranten aus Bad Füssing, Bad Griesbach, Rotthalmünster und Pocking, um in gemischten Teams zur spannenden Stadtrallye aufzubrechen. Mit kniffligen Aufgaben und neuen Kontakten wurde das Herz der Landeshauptstadt erkundet.