Ministranten

Ein Kaktus als Vorbild: Besondere Maiandacht der Ministrantinnen und Ministranten am Bruder-Konrad-Hof

Silvia Lenger am 13.05.2026

Info Icon Bild: Tobias Kutzer

Par­zham. Der Monat Mai lädt tra­di­tio­nell dazu ein, Maria in beson­de­rer Wei­se zu ver­eh­ren. Dass dabei ein Kak­tus im Mit­tel­punkt der Betrach­tun­gen ste­hen kann, erleb­ten die Gläu­bi­gen bei einer stim­mungs­vol­len Mai­an­dacht am geschichts­träch­ti­gen Bru­der-Kon­rad-Hof in Par­zham. Auf­grund der fri­schen Wit­te­rung wur­de die Fei­er in den Got­tes­dienstraum ver­legt, was der fei­er­li­chen Atmo­sphä­re jedoch kei­nen Abbruch tat. Beson­ders erfreu­lich war die Teil­nah­me zahl­rei­cher Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten, Kin­der und Eltern, die der Ein­la­dung der von der Minis­tran­ten­lei­ter­run­de orga­ni­sier­ten Andacht gefolgt waren.

Anstel­le klas­si­scher maria­ni­scher Sym­bo­le wie der Rose wähl­te das Vor­be­rei­tungs­team ein unge­wöhn­li­ches Bild für die Got­tes­mut­ter: den Kak­tus. In einer mehr­tei­li­gen Medi­ta­ti­on wur­de ver­deut­licht, was Chris­ten von die­ser Pflan­ze ler­nen kön­nen. So wie ein Kak­tus Feuch­tig­keit auf­nimmt und spei­chert, so bewahr­te auch Maria die Bot­schaft Got­tes in ihrem Her­zen. Die Gläu­bi­gen wur­den ermu­tigt, eige­ne Glücks­mo­men­te als Kraft­re­ser­ve zu spei­chern, um auch in ​„Dür­re­pe­ri­oden“ des Lebens stand­haft zu blei­ben. Selbst die Sta­cheln wur­den the­ma­ti­siert: Sie ste­hen für ein gesun­des Selbst­be­wusst­sein, das es ermög­licht, mutig und ohne Aggres­si­on für das Gute, für Gerech­tig­keit und Frie­den in der Welt ein­zu­tre­ten. Das Ziel die­ser Eigen­schaf­ten sei letzt­lich das Blü­hen, also die Fähig­keit, die eige­ne Begeis­te­rung und Freu­de mit den Mit­men­schen zu teilen.

Die musi­ka­li­sche Gestal­tung über­nahm die Scho­la Weng unter der Lei­tung von Ire­ne Högl. Mit ein­fühl­sa­men Lie­dern wie dem ​„Magni­fi­cat“, schu­fen die Sän­ge­rin­nen und Sän­ger einen fei­er­li­chen Rah­men, der die spi­ri­tu­el­len Impul­se ver­tief­te. In den gemein­sa­men Gebe­ten und Für­bit­ten brach­ten die Teil­neh­mer ihre Sor­gen um die Schöp­fung sowie den Wunsch nach Zusam­men­halt im Pfarr­ver­band vor Gott. Nach dem fei­er­li­chen Segen, bei dem um die Für­spra­che Mari­ens und des hei­li­gen Bru­der Kon­rad gebe­tet wur­de, fand der Abend einen gesel­li­gen Aus­klang. Bei einer gemein­sa­men Brot­zeit mit Leber­käs- und Käse­sem­meln in der Brot­zeit­stu­be nutz­ten die Besu­cher die Gele­gen­heit zum Aus­tausch und lie­ßen die Gemein­schaft in fro­her Run­de ausklingen.