Bad Griesbach. Ein ganz besonderer Gottesdienst hat Jung und Alt im Altenheim St. Elisabeth zusammengeführt. Kurze Zeit nach dem Fronleichnamsfest besuchten die Kinder der dritten Klasse aus Bad Griesbach mit ihrem Religionslehrer Lothar Wimberger die Bewohner und Pflegekräfte, um die Freude ihrer eigenen Erstkommunion und den traditionellen Blumenschmuck in die Kapelle des Hauses zu bringen. Unter dem Leitgedanken, dass der Glaube Generationen verbindet, feierten alle Beteiligten ein berührendes Fest der Gemeinschaft. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand eine symbolische Schatzkiste, die Gott für die Menschen bereithält – unabhängig davon, ob sie erst am Anfang ihres Lebens stehen oder bereits auf eine lange Biografie zurückblicken. Im Laufe der Auslegung öffneten die Schulkinder diese Kiste und holten drei elementare Schätze des christlichen Glaubens hervor, die sie zeitgleich mit frischen Blüten als kunstvolle Symbole auf dem Boden gestalteten:
• Das Kreuz (Der Glaube): Die Schüler legten das erste Symbol und betonten, dass das Kreuz für Vertrauen und Gottes ständige Begleitung stehe. Gott halte die Hand der Menschen – egal ob auf dem Pausenhof oder bei Sorgen im Alter.
• Das Herz (Die Liebe): Als zweites Bild formten die Kinder ein buntes Blütenherz. Es symbolisierte die Gewissheit, von Gott geliebt zu werden, und spiegelte gleichzeitig den Dank an Eltern, Lehrer, Betreuer und engagierten Pflegekräfte des Hauses wider.
• Der Anker (Die Hoffnung): Zuletzt wurde ein Anker aus Blumen gestaltet. So wie ein Anker Schiffe im Sturm sichert, so gebe die christliche Hoffnung Halt an schweren Tagen, bei Einsamkeit oder Ängsten.
In den Schlussworten wurde hervorgehoben, dass die frisch gelegten Blumenteppiche zwar vergänglich seien, die Kernbotschaften dahinter – Glaube, Liebe und Hoffnung – jedoch niemals verblühen. Diese göttlichen Geschenke blieben sowohl im Schulalltag als auch im hohen Alter fest im Herzen verankert.
Zum Ende der Feierlichkeit drückten die Anwesenden in einem gemeinsamen Gebet ihren Dank für das verbindende Erlebnis aus. Als bleibende Erinnerung an diesen generationenübergreifenden Vormittag hatten die Drittklässler im Vorfeld fleißig Bastelarbeit geleistet: Sie überreichten allen Bewohnern und Besuchern des Altenheims selbst gestaltete Karten, welche die drei Symbole des Gottesdienstes zeigten.
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Lothar
Wimberger
Pastoralreferent



