Glaube und Gemeinschaft

Brücke zwischen den Generationen - Kommunionkinder bringen Fronleichnamsfreude ins Altenheim

Silvia Lenger am 09.06.2026

Bad Gries­bach. Ein ganz beson­de­rer Got­tes­dienst hat Jung und Alt im Alten­heim St. Eli­sa­beth zusam­men­ge­führt. Kur­ze Zeit nach dem Fron­leich­nams­fest besuch­ten die Kin­der der drit­ten Klas­se aus Bad Gries­bach mit ihrem Reli­gi­ons­leh­rer Lothar Wim­ber­ger die Bewoh­ner und Pfle­ge­kräf­te, um die Freu­de ihrer eige­nen Erst­kom­mu­ni­on und den tra­di­tio­nel­len Blu­men­schmuck in die Kapel­le des Hau­ses zu brin­gen. Unter dem Leit­ge­dan­ken, dass der Glau­be Gene­ra­tio­nen ver­bin­det, fei­er­ten alle Betei­lig­ten ein berüh­ren­des Fest der Gemein­schaft. Im Mit­tel­punkt des Got­tes­diens­tes stand eine sym­bo­li­sche Schatz­kis­te, die Gott für die Men­schen bereit­hält – unab­hän­gig davon, ob sie erst am Anfang ihres Lebens ste­hen oder bereits auf eine lan­ge Bio­gra­fie zurück­bli­cken. Im Lau­fe der Aus­le­gung öff­ne­ten die Schul­kin­der die­se Kis­te und hol­ten drei ele­men­ta­re Schät­ze des christ­li­chen Glau­bens her­vor, die sie zeit­gleich mit fri­schen Blü­ten als kunst­vol­le Sym­bo­le auf dem Boden gestalteten:

• Das Kreuz (Der Glau­be): Die Schü­ler leg­ten das ers­te Sym­bol und beton­ten, dass das Kreuz für Ver­trau­en und Got­tes stän­di­ge Beglei­tung ste­he. Gott hal­te die Hand der Men­schen – egal ob auf dem Pau­sen­hof oder bei Sor­gen im Alter.

• Das Herz (Die Lie­be): Als zwei­tes Bild form­ten die Kin­der ein bun­tes Blü­ten­herz. Es sym­bo­li­sier­te die Gewiss­heit, von Gott geliebt zu wer­den, und spie­gel­te gleich­zei­tig den Dank an Eltern, Leh­rer, Betreu­er und enga­gier­ten Pfle­ge­kräf­te des Hau­ses wider.

• Der Anker (Die Hoff­nung): Zuletzt wur­de ein Anker aus Blu­men gestal­tet. So wie ein Anker Schif­fe im Sturm sichert, so gebe die christ­li­che Hoff­nung Halt an schwe­ren Tagen, bei Ein­sam­keit oder Ängsten.

In den Schluss­wor­ten wur­de her­vor­ge­ho­ben, dass die frisch geleg­ten Blu­men­tep­pi­che zwar ver­gäng­lich sei­en, die Kern­bot­schaf­ten dahin­ter – Glau­be, Lie­be und Hoff­nung – jedoch nie­mals ver­blü­hen. Die­se gött­li­chen Geschen­ke blie­ben sowohl im Schul­all­tag als auch im hohen Alter fest im Her­zen verankert.

Zum Ende der Fei­er­lich­keit drück­ten die Anwe­sen­den in einem gemein­sa­men Gebet ihren Dank für das ver­bin­den­de Erleb­nis aus. Als blei­ben­de Erin­ne­rung an die­sen gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­den Vor­mit­tag hat­ten die Dritt­kläss­ler im Vor­feld flei­ßig Bas­tel­ar­beit geleis­tet: Sie über­reich­ten allen Bewoh­nern und Besu­chern des Alten­heims selbst gestal­te­te Kar­ten, wel­che die drei Sym­bo­le des Got­tes­diens­tes zeigten.

Sie haben Fragen zum Artikel?
Wir helfen Ihnen gerne.

Lothar
Wimberger

Pastoralreferent