Die Pfarrei Bad Griesbach

Die Stadtpfarrkirche Hl. Familie

Stadtpfarrkirche

Nach­dem die Ein­woh­ner­zahl Gries­bachs Anfang des 20. Jahr­hun­derts auf knapp 1.300 ange­wach­sen war, reich­te die bis­he­ri­ge Kir­che St. Micha­el in kei­ner Wei­se mehr aus. H.H. Geistl. Rat Josef Phil­ipp (in Gries­bach von 1909 bis 1925) wag­te sich dar­an, ein zeit­ge­mä­ßes und wür­di­ges Got­tes­haus neu zu bau­en. Die Braue­rei­be­sit­ze­rin Frau Fran­zis­ka Hol­zin­ger spen­de­te sowohl das Grund­stück für den Kir­chen­bau als auch einen erheb­li­chen Anteil der Bau­kos­ten von 180.000 bis 200.000 Gold­mark. Wäh­rend das Bau­ge­sche­hen im Bis­tum Pas­sau zu die­ser Zeit von Johann Bap­tist Schott bestimmt wur­de, ging aus der Aus­schrei­bung des Kir­chen­bau­pro­jek­tes die Mün­che­ner Bau­fir­ma Rank als Sie­ger her­vor. Der Grund­stein zum Kir­chen­bau wur­de am 18.04.1911 gelegt. Bereits gegen Ende 1912 konn­ten in dem 56 Meter hohen Turm des mäch­ti­gen Neu­baus fünf Glo­cken mit ins­ge­samt mehr als 117 Zent­nern Gewicht auf­ge­hängt werden.

Die fei­er­li­che Kon­se­kra­ti­on der Pfarr­kir­che nahm Bischof Sigis­mund Felix Frei­herr von Ow-Fell­dorf am 02. Juli 1913 vor. Das Patro­zi­ni­um Zur Hei­li­ge Fami­lie” ver­weist auf eines der wich­tigs­ten Anlie­gen der Seel­sor­ge um die Jahr­hun­dert­wen­de, die Pfle­ge und den Schutz der Fami­li­en. Der neue Hoch­al­tar von Johann Huber aus Mün­chen mit dem Altar­bild Geburt des Hei­lan­des” von Prof. Geb­hard Fugel wur­de 1915 auf­ge­stellt, im Lauf der fol­gen­den Jah­re wur­de die Aus­stat­tung der Kir­che um Sei­ten­al­tä­re, Kreuz­weg, Gedenk­ta­feln, Kan­zel, Decken­aus­ma­lung usw. ergänzt. Offen­bar behielt man zunächst noch die Orgel der frü­he­ren Pfarr­kir­che St. Micha­el bei. Im Jahr 1938 wur­de von der Pas­sau­er Fir­ma Becker & Hiendl eine neue Orgel mit 24 Regis­tern gelie­fert. Die­se Orgel ver­rich­tet bis heu­te ihren Dienst. Mit Aus­nah­me der kleins­ten Glo­cke (250 kg) fiel das Geläu­te dem Zwei­ten Welt­krieg zum Opfer. 1949 erhielt die Pfarr­kir­che von der Pas­sau­er Glo­cken­gie­ße­rei Per­ner vier neue Bron­zeglo­cken mit 2.500, 1.400, 1.000 und 700 kg Gewicht. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg wur­den ein­zel­ne Tei­le der Kir­chen­an­la­ge nach Not­wen­dig­keit renoviert.

Ihre jet­zi­ge Gestalt erhielt die Pfarr­kir­che durch eine Gesamt­re­no­vie­rung von 1991 bis 1994, die mit der Wei­he des vom Bild­hau­er Hans Wur­mer geschaf­fe­nen neu­en Volks­al­ta­res durch Diö­ze­san­bi­schof Dr. Franz Xaver Eder am 10. April 1994 abge­schlos­sen wur­de. Nach die­ser Maß­nah­me bie­tet sie nun ca. 500 Sitz­plät­ze und ist mit einer elek­tro­nisch gere­gel­ten Bank-Was­ser­hei­zung, die den Kir­chen­raum gleich­mä­ßig tem­pe­riert, sowie Induk­ti­ons­schlei­fen für Hör­ge­rä­te­trä­ger in den letz­ten Bank­rei­hen des Mit­tel­schiffs ausgestattet.

Die Friedhofskirche St. Michael

Friedhofskirche-St.-Michael

Ab etwa kurz vor 1000 kann man auf Gries­bachs Höhen­la­ge eine Burg anneh­men, die 1075 erst­mals urkund­lich erwähnt wird. Zu die­ser gehör­te eine Burg­ka­pel­le, die dem Hl. Micha­el geweiht war. Um 1480 wur­de der jet­zi­ge spät­go­ti­sche Zie­gel­bau errich­tet. 1634 wird Gries­bach Pfarr­vi­ka­ri­at, die Erhe­bung zur Pfar­rei war 1805. 1911 wird mit dem Bau der neu­en Pfarr­kir­che Hei­li­ge Fami­lie” begon­nen. Heu­te fin­den in der Regel in der St. Micha­el-Kir­che die Requi­en für unse­re Ver­stor­be­nen statt.

Die Wallfahrtskirche Kronberg Maria, Schutz der Christen

Kronberg

Der Kron­berg war in frü­he­ren Zei­ten dicht mit Holz bewach­sen. An der Stel­le der heu­ti­gen Kir­che stand der Über­lie­fe­rung nach zunächst eine alte, gro­ße Eiche. Als ein Sturm die­se umriss, wur­de an ihrer Stel­le in der zwei­ten Hälf­te des 17. Jahr­hun­derts eine Lin­de ein­ge­setzt und an die­se ein Mari­en­bild ange­bracht. Schon bald wur­den Gebets­er­hö­run­gen und Hei­lun­gen berich­tet, so dass immer mehr Men­schen dort­hin pil­ger­ten; nicht zuletzt, weil der wich­ti­ge Weg nach Vils­ho­fen dar­an vor­bei zog und der Stand­ort zum Ver­wei­len und Betrach­ten einlud.

Die Spen­den der Pil­ger ermög­lich­ten im Jahr 1686 den Bau einer ers­ten Holz­ka­pel­le, die in kur­zer Zeit mit Bil­dern aus­ge­stat­tet war. Von einem dank­ba­ren Wall­fah­rer wur­de der Kapel­le eine Kopie des Gna­den­bil­des Maria Schutz”, wel­ches seit Mit­te des 16. Jahr­hun­derts im dama­li­gen Pas­sau­er Bene­dik­ti­ne­rin­nen­klos­ter Nie­dern­burg ver­ehrt wur­de, geschenkt, das der Wall­fahrt dann den Namen gab.

Seit dem 17. Jahr­hun­dert hat es auf dem Kron­berg meh­re­re Kapel­len gege­ben, zumeist schlich­te Bau­ten aus Holz. Der jet­zi­ge Bau wur­de im Jahr 1847 begon­nen und am 1. Mai 1852 fei­er­lich ein­ge­weiht. Im Geist der Zeit wur­de eine neo­go­ti­sche Kir­che mit ein­heit­li­cher äuße­rer Erschei­nung und Innen­aus­stat­tung geschaf­fen. Der Hl. Bru­der Kon­rad aus Par­z­ham, gebo­ren am 22.12.1818, war ein eif­ri­ger Besu­cher der Kron­berg-Kir­che. Nach münd­li­chen Über­lie­fe­run­gen nahm er dort zwei­mal pro Woche an der Früh­mes­se teil.

Im Lau­fe der Zeit wur­de bei ver­schie­de­nen Reno­vie­run­gen die Kir­che zum Teil erheb­lich ver­än­dert, vor allem nach dem Ein­sturz des ursprüng­li­chen Gewöl­bes 1966, bei dem auch das gestif­te­te Altar­bild ver­lo­ren ging. Von 1983 bis 1985 wur­de die letz­te gro­ße Maß­nah­me durch­ge­führt. Dabei wur­de nach einer Grund­sa­nie­rung der doku­men­tier­te Ori­gi­nal­zu­stand der Kir­che weit­ge­hend wie­der­her­zu­stel­len ver­sucht. Die hel­le, leich­te Stim­mung der Kir­che wird durch die zar­te Aus­ma­lung mit Rosen und Lili­en und die Glas­ge­mäl­de im Chor bestimmt. Beach­tens­wert ist dar­über hin­aus das har­mo­ni­sche Netz­rip­pen­ge­wöl­be, des­sen spe­zi­el­le Kon­struk­ti­ons­wei­se bei der Reno­vie­rung nach­voll­zo­gen wer­den konn­te und die ele­gan­te Lini­en­füh­rung des Baus ermöglicht.

Kapellen in Bad Griesbach

  • Bräu-Kapel­le St. Stephanus
  • Jodelbauer´sche Feld­ka­pel­le. 1837 erbaut
  • Nepo­muk-Kapel­le
  • Haus­ka­pel­le im Alten­heim St. Elisabeth
  • Haus­ka­pel­le im KWA Stift Rottal
  • Kapel­le in Katzham
  • Kapel­le in Lederbach